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» "Die Admira ist sensationell"


Vor einem Jahr war die Welt von Roland Linz noch in Ordnung. Doch dann kam Christoph Daum, erklärte ihn zum verwöhnten Buben und setzte ihn auf die Tribüne. Jetzt will der 22-Jährige bei der Admira noch einmal durchstarten wenn der Transfer endlich klappt ...

Sportzeitung: Roland, vor nicht allzu langer Zeit wärst du fast in Barcelona gelandet, jetzt wird's wahrscheinlich Admira. Ist da was schief gelaufen?
Roland Linz: Ach Barcelona, das ist doch schon so lange her. Das war vor zweieinhalb Jahren. Und es wäre ja auch nur für die B-Mannschaft gewesen. Damals war die Austria für mich reizvoller, weil ich unbedingt ins Nationalteam wollte und das ist mir ja auch gelungen. Ich glaube trotz allem, dass es eine gute Entscheidung war, zur Austria zu gehen. Die ersten eineinhalb Jahre waren ja auch gut. Ich war Stammspieler bei der Austria - bis zum Trainerwechsel. Daum hat dann halt andere Spieler bevorzugt.

Sportzeitung: Von Daum an ging's bergab. Du hättest immer nur "Puder in den Arsch geblasen" gekriegt, wie er es ausdrückte. War wohl nicht sehr angenehm, das in den Zeitungen zu lesen?
Roland Linz: Ach, der hat so viel geschimpft. Wenn er glaubt, dass das der richtige Weg ist, mit solchen Sachen zu den Medien zu gehen, bitte. Ich könnte auch viel über ihn sagen, aber das ist kein Stil. Ich weiß genau, was ich gemacht habe und wieviel ich trainiert habe. Ich habe mir nichts vorzuwerfen.

Sportzeitung: Hast du ihn einmal darauf angesprochen?
Roland Linz: Nein, ich hab' mir nur meinen Teil gedacht, angesprochen hab' ich ihn nie darauf. Ich hab' eigentlich vom ersten Tag keinen Draht zu ihm gefunden. Aber er hat ja generell nicht viel mit den Spielern gesprochen - mit uns Jungen schon gar nicht.

Sportzeitung: Warum haben die anderen Transfers nicht geklappt. Von Spartak Moskau war die Rede, Dynamo Kiew...
Roland Linz: Ja, es gab auch Interesse von Spartak Moskau, in Kiew war ich eine Woche zum Training eingeladen, hab' die medizinischen Tests gemacht. Wien und Kiew, das ist wie Tag und Nacht. Dinamo ist ein Reisenklub, der jedes Jahr in der Champions League spielt. Aber für mich hatte Priorität, dass ich sicher spiele. Deshalb habe ich den Entschluss gefasst, nicht zu bleiben, weil es vielleicht doch nicht das Wahre gewesen wäre.

Sportzeitung: Und in der heimischen Liga?
Roland Linz: Warum es mit Salzburg nicht geklappt hat, das weiß ich nicht so genau. Da hat mein Berater Dr. Fani verhandelt. Ja und dann gab's noch Rapid, aber der Wechsel ist eben deshalb gescheitert, weil Rapid von der Austria keine Kaufoption für mich bekam, obwohl mich das gereizt hätte.

Sportzeitung: Bei der Austria gab's auch unter Löw kein zurück?
Roland Linz: Ich soll bei einem anderen Klub Spielpraxis sammeln. Aber ich habe bei Löw mittrainiert und einen super Eindruck von ihm bekommen. Auch die anderen Spieler sind von ihm begeistert. Man merkt sofort, dass er menschlich schwer in Ordnung ist. Auch das Trainingslager war sehr gut und ich hoffe, dass Löw länger bleibt als seine Vorgänger. Für ihn und für die Austria.

Sportzeitung: Also Admira, die ja schon ewig einen Torjäger sucht!
Roland Linz: Unterschrieben ist ja noch nichts. Aber ich hoffe natürlich, dass ich der lang gesuchte Knipser sein könnte. Ich bin jedenfalls vom ersten Tag an gut aufgenommen worden, als ob ich schon immer dort gespielt hätte. Na ja, es gibt ja viele Ex-Austrianer dort. Das Klima bei der Admira ist wirklich sensationell, das gibts wahrscheinlich kein zweites Mal in der Liga.

Sportzeitung: Was nimmst du dir mit der Admira vor, hast du eine Tormarke, die du anpeilst?
Roland Linz: Die Admira ist eine sehr gute, routinierte Mannschaft und ich bin überzeugt davon, dass wir einen Platz zwischen vier und sechs belegen werden. Aber Tormarken habe ich mir noch nie vorgenommen. Mit Parapatits habe ich schon bei Leoben sehr gut zusammen gespielt, mit ihm müsste ich gut harmonieren. Aber zuerst einmal muss ich schauen, dass ich mir einen Stammplatz erkämpfe und dann will ich wieder zurück ins Nationalteam. Denn im Team zu spielen, ist für mich das Größte.

Sportzeitung: Ist die lange Spielpause spurlos an dir vorüber gegangen oder merkst du vor dem Tor, dass dir noch was fehlt?
Roland Linz: Nicht nur vor dem Tor. Mir fehlt im Moment sicher noch das gewisse Etwas verloren, die Selbstverständlichkeit im Spiel geht mir ab. Was ich jetzt brauche, ist Vertrauen. Und ich muss spielen, spielen, spielen, dann kommt die alte Sicherheit schon wieder zurück.

Quelle: Sportzeitung

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» Steckbrief

Vorname: Roland
Nachname: Linz
Geburtsdatum: 09.08.1981
Geburtsort: Leoben/Österreich
Größe: 185 cm
Gewicht: 78 kg
Derzeitiger Verein:
FK Austria Wien
Position: Sturm
Rückennummer: 9
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Franz-Horr-Stadion in Wien
FK Austria Wien
13‘400 Plätze
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Kamil-Ocak-Stadion in Gaziantep
Gaziantepspor Kulübü
14‘325 Plätze
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Stadion Letzigrund in Zürich
Grasshoppers Zürich
31‘500 Plätze
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Estádio Municipal de Braga in Braga
Braga SC
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Estádio Bessa Século XXI in Porto
Boavista FC
30‘000 Plätze
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UPC-Arena in Graz
SK Sturm Graz
15‘312 Plätze
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Stade du Ray in Nizza
OGC Nizza
17‘415 Plätze
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Trenkwalder Arena in M. Enzersdorf
Admira
12‘000 Plätze
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Stadion Donawitz in Leoben
DSV Leoben
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TSV 1860 München
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