Roland Linz

Roland Linz wechselt doch zur Admira.

Wien (APA) - Der Transfer-Poker um Roland Linz hat eine überraschende Wende genommen. Der Stürmer, der von der Wiener Austria bis Sommer an OGC Nice verliehen wurde, dort aber nicht Fuß fasste, kehrt in die österreichische Bundesliga zurück. Allerdings soll der ÖFB-Teamspieler nicht den Dress von Sturm Graz, sondern jenen seines Ex-Klubs Admira tragen.

Der 23-jährige Steirer hatte in der vergangenen Saison für die Niederösterreicher 15 Treffer erzielt. Der Leihvertrag bis Sommer soll laut Admira noch am Mittwoch unterzeichnet werden. "Er wechselt nach Klärung aller Formalitäten zur Admira", bestätigte Austria- Generalmanager Toni Polster am Mittwoch aus dem Trainingslager in Marbella. "Von unserer Warte her ist mit der Admira alles geklärt. Formal sind wir aber in der Warteposition, denn ein Ansuchen auf Vertragsauflösung von Seiten von Nizza liegt uns noch nicht vor", erklärte Austria-Manager Markus Kraetschmer. Paradoxerweise ist Linz aber schon auf dem Weg ins Trainingslager von Sturm Graz im Iran. Ein halbjähriger Leihvertrag mit den Grazern, die als Tabellen-Vorletzter voll im Abstiegskampf stehen, schien bereits beschlossene Sache. "Für mich ist Sturm die Nummer eins, sonst wäre ich ja nicht hier", sagte der Steirer Mittwochvormittag. "Letztlich entscheidet der Spieler und er hat sich für Sturm entschieden", unterstrich Sturm-Präsident Hannes Kartnig. Polster hat aber offenbar ein erstes Machtwort gesprochen. "Ich versuche in der Causa das Optimum für die Austria herauszuholen, mit Rücksicht auf den Spieler und den Menschen Roland Linz. Nach genauer Prüfung ist das die Admira", sagte Polster und verwies auf seine Vollmachten: "Ich bin von Frank Stronach eingestellt worden und habe auch die Freiheit zu entscheiden, was das Beste ist. Natürlich in Absprache, denn er ist der Boss."

Quelle: OÖ Nachrichten