Pressesplitter
Österreich unterliegt in Polen 2:3 und hat praktisch keine Chance mehr sich für Deutschland zu qualifizieren -
Doppelpack von Roland Linz in einer starken zweiten Halbzeit.
Chorzow - Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird ohne die österreichische Nationalmannschaft
stattfinden. Das eam musste sich am Samstag in der Qualifikationsgruppe 6 in Chorzow gegen Polen mit
2:3 (0:2) geschlagen geben und vergab damit die letzte realistische Chance auf einen Platz in Deutschland.
Smolarek (13.), Kosowski (23.) und Zurawski im Elfmeter-Nachschuss (68.) erzielten vor rund 40.000
Zuschauern die Treffer der Polen, die die Partie eine Stunde lang dominierten.
Dem eingewechselte Roland Linz gelang zwei Mal der Anschlusstreffer (61. und 80.), in der 90. Minute
fehlten bei einem Kopfball des Austria-Stürmers an die Latte nur Zentimeter für einen
Punkt der nach der Pause stärkeren Österreicher. Und in der Nachspielzeit verhinderte
Radomski mit einer Kopfball-Abwehr auf der Linie bei einem Kuljic-Kopfball endgültig ein Remis.
Polen ist mit 21 Punkten für Österreich nun bereits außer Reichweite,
England (19) müsste die ausstehenden drei Partien verlieren, Österreich (11) seine drei
Spiele gewinnen, um die Relegation doch noch zu schaffen . Am Mittwoch könnte bereits die definitive
Entscheidung fallen, wenn England in Nordirland spielt und Österreich um 18:00 Uhr in Baku
gegen Aserbaidschan (ohne die gesperrten Schopp, Standfest, Aufhauser) antritt.
Totale Verunsicherung
Die 40.000 in Chorzow empfingen die Österreicher mit einem Pfeifkonzert, nachdem ein Boulevard-Blatt
die Stimmung nach einem Disput zwischen Teamspieler Kühbauer und dem polnischen
Sturm-Graz-Legionär Ledwon angeheizt hatte. Danach hatten die polnischen Fans allerdings
zunächst keinen Grund mehr für Missfallenskundgebungen. Ihre Elf machte von der ersten
Minute weg enorm Druck und hatte die Partie vollständig im Griff.
Die erste große Chance allerdings hatten die Österreicher. Nach einem weiten
Ehmann-Freistoß kam Solo-Spitze Mayrleb zum Ball, sein Volley direkt auf Boruc war jedoch kein
Problem für den polnischen Schlussmann. Es sollte die einzige Möglichkeit der Rot-Weiß-Roten
in der ersten Hälfte bleiben.
Denn Polen spielten praktisch eine Hälfte auf ein Tor. Der GAK-Abwehrblock machte keinen sicheren Eindruck,
das Mittelfeld um Kühbauer konnte den Druck nicht abfangen und selbst Initiative ergreifen,
Mayrleb war völlig abgemeldet. Österreich lief meist dem Ball und ab der 13. Minute auch einem
Rückstand hinterher. Nach einem Szymkowiak-Freistoß nach einem rüden Pogatetz-Foul sprang Stranzl
der Ball vom Oberschenkel und direkt vor die Beine von Smolarek, der Torhüter Schranz keine Chance ließ.
Damit war der Kranklsche Spielplan, der zunächst zurückhaltend beginnen wollte, früh über den
Haufen geworfen. Polen spielte aus einem Guss, in der 23. Minute verwertete Kosowski eine der vielen Chancen
zum 2:0. Nach Zurawski-Flanke gewann Rasiak das Kopfball-Duell mit Standfest, der künftige
Tottenham-Sturmtank legte ideal ab, Kosowski traf aus rund acht Metern.
Österreich wacht auf
Mit einem zweiten Stürmer (Linz kam in der Pause für Standfest) versuchte Krankl, dem Spiel ähnlich
wie im Vormonat gegen Schottland (2:2 nach 0:2- Rückstand) eine Wende zu geben. Im gleichen Maße,
wie der Druck der Polen nachließ, kamen die Österreicher so auch besser ins Spiel. Und der
Joker stach. Nach einem Stranzl-Pass schaffte Linz mit seinem ersten Länderspiel-Tor den Anschlusstreffer
und beendete vorübergehend die Feierstimmung auf den Rängen (61.).
Plötzlich zeigten auch die Polen Schwächen, Ivanschitz und Co kamen mehrmals gefährlich
in den Strafraum. Doch ausgerechnet in der stärksten Phase der Österreicher folgte der
nächste Rückschlag: Im Konter zog Zurawski von der Mittellinie auf und davon, Schranz konnte
den Stürmer nur noch mit einem Foul stoppen, sah aber nur die Gelbe Karte. Zurawski trat zum
Elfmeter an, scheiterte zunächst an Schranz, verwertete aber den Nachschuss zum 3:1 (68.) und
führt nun mit Frankowski (je sechs Treffer) die Torschützenliste der Gruppe 6 an.
Ausgleich lag in der Luft
Doch die Österreicher gaben sich noch nicht geschlagen. Linz schlug ein zweites Mal zu,
verkürzte in der 80. Minute auf 2:3. Und beinahe hätte der Austria-Stürmer sogar einen
Hattrick erzielt, doch sein dritter Treffer wurde wegen Abseits zu Recht aberkannt (85.).
Ein weiterer Schuss von ihm fiel zu schwach aus (87.), in der 90. Minute traf er nur die Latte.
Ob die Niederlage die Chance von Krankl, die Auswahl in die Vorbereitung auf die Heim-EM 2008 zu
führen, beeinflusst, wird sich zeigen. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis Ende der
Qualifikation Mitte Oktober.
Fußball-WM-Qualifikation - Europa-Gruppe 6: Polen - Österreich 3:2 (2:0).
Chorzow, Slaski-Stadion, 40.000, SR Massimo De Santis/ITA:
Torfolge: 1:0 (13.) Smolarek, 2:0 (23.) Kosowski, 2:1 (61.) Linz, 3:1 (68.) Zurawski (Elfer),
3:2 (80.) Linz
Polen: Boruc - Basczinski, Bak, Klos, Rzasa - Smolarek (73. Mila), Sobolewski,
Szymkowiak (83. Radomski), Kosowski (88. Zewlakow) - Zurawski, Rasiak
Österreich: Schranz - Standfest (46. Linz), Ehmann (81. Kiesenebner), Hieblinger,
Pogatetz - Schopp (81. Kuljic), Stranzl, Kühbauer, Aufhauser, Ivanschitz - Mayrleb
Gelbe Karten: Smolarek bzw. Pogatetz, Standfest (am Mittwoch gesperrt), Aufhauser
(am Mittwoch gesperrt), Ivanschitz, Schranz, Schopp (am Mittwoch gesperrt)
Quelle: Der Standard
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Länder in denen Roland bereits aktiv war.
Österreich
Informationen über die österreichische Fußball-Bundesliga
Türkei
Informationen über die türkische Süper-Lig
Schweiz
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Portugal
Informationen über die portugisische Liga Sagres
Frankreichl
Informationen über die französische Ligue 1
Deutschland
Informationen über die deutsche Bundesliga
Die aktuellen Heimstadien seiner bisherigen Wirkungsstätten.
Franz-Horr-Stadion in Wien
FK Austria Wien
13‘400 Plätze
Foto © Jacktd
Kamil-Ocak-Stadion in Gaziantep
Gaziantepspor Kulübü
14‘325 Plätze
Foto © Gaziantepspor Kulübü
Stadion Letzigrund in Zürich
Grasshoppers Zürich
31‘500 Plätze
Foto © Albinfo
Estádio Municipal de Braga in Braga
Braga SC
30‘154 Plätze
Foto © Manuel Anastáci
Estádio Bessa Século XXI in Porto
Boavista FC
30‘000 Plätze
Foto © WolfenSilva
UPC-Arena in Graz
SK Sturm Graz
15‘312 Plätze
Foto © Jacktd
Stade du Ray in Nizza
OGC Nizza
17‘415 Plätze
Foto © Dalfino
Trenkwalder Arena in M. Enzersdorf
Admira
12‘000 Plätze
Foto © Steindy
Stadion Donawitz in Leoben
DSV Leoben
6‘000 Plätze
Foto © DSV Leoben
Allianz Arena - München
TSV 1860 München
69‘901 Plätze
Foto © Richard Bart
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