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» Als Joker die Torflaute beendet


Fußball-Bundesliga. Austria siegte beim Paschinger Zellhofer-Abschied dank Linz mit 1:0.

PASCHING (red.). Für Georg Zellhofer hieß es am gestrigen Sonntag nach dem Schlagerspiel gegen die Wiener Austria Abschied nehmen. Der gesamte "Dorf-Klub" lag dem Trainer noch einmal zu Füßen, aus der oberösterreichischen Landesliga hat er den Verein hinauf in die Bundesliga und in den Europapokal (UI-Cup, Uefa-Cup) geführt, nun übersiedelt er mit Jahresende nach Hütteldorf, tritt das Erbe von Josef Hickersberger an. Ab kommender Woche übernimmt der bisherige Zellhofer-Assistent, Helmut Kraft, das Kommando. Präsident Franz Grad: "Wir möchten die Trainer-Diskussion nicht auf jene Ebene bringen, auf die es der ÖFB gebracht hat."

Der Paschinger Klubchef lässt den Trainer-Sohn in die "weite Fußball-Welt ziehen", traut ihm bei Rapid große Erfolge zu. "Es wird spannend", glaubt er. "Ein interessantes Duell: Was ist Pasching ohne Zellhofer wert und was ist Rapid künftig mit Zellhofer wert?" Der scheidende Trainer hinterlässt jedenfalls eine funktionierende Mannschaft, die auch heuer wieder mit der Spitze mithält. Im Vorjahr war man erst in den letzten Wochen ein wenig zurückgefallen.

Die Ansprüche an die Wiener Austria sind da weit höher, aber die Veilchen befinden sich in einer hartnäckigen Krise. Vor allem auswärts fehlt es an Durchschlagskraft, die Stürmer laborieren an Ladehemmung. Darum haben Peter Stöger und Frenkie Schinkels gegen Pasching auch reagiert, Roland Linz (torlos seit 10. September) und Sigurd Rushfeldt (torlos seit 2. Oktober) zunächst auf die Ersatzbank gesetzt. Der junge Slowake Filip Sebo erhielt am Sonntag eine Chance, zum Allheilmittel aber konnte auch er nicht werden. Die Zellhofer-Mannschaft war nicht leicht in Verlegenheit zu bringen, die Abwehr rund um Routinier Michael Baur kann man nicht zu leicht aus den Angeln heben. In der Pause folgte die erste Korrektur, Rushfeldt kam als zweite echte Spitze, Austria wurde gefährlicher.

Linz wurde in Minute 69 in die Schlacht geworfen, der Steirer war es auch, der die violette Torsperre nach 484 Minuten durchlöcherte. Er kam, sah - und traf (84.). Und fixierte damit den entscheidenden Treffer in einer unterm Strich matten Partie. Austria gelang es nämlich nicht, Ordnung ins Spiel zu bringen, von spielerischer Note konnte keine Rede sein. "Kick and rush" im Waldstadion, mit gepflegtem Fußball hatte das wenig zu tun. Ceh wurde übrigens einmal elferreif von Bolter (76.) im Strafraum gelegt.

Pasching: Schicklgruber; Bolter, Brabec, Baur, Wisio; Chiquinho, Vorisek, B. Kovacevic, Schoppitsch; Gilewicz, Kabat (70. Pichlmann)

Austria: Didulica; Troyansky, Tokic, Radomski, Dheedene; Sionko, Kiesenebner, Blanchard, Ceh, Mila (46. Rushfeldt); Sebo (69. Linz) - Waldstadion, 6500 - Chirchetta (Sz)

Tor: Linz (84.)

Quelle: Die Presse

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