Pressesplitter
Rapid-Tormann Payer, "Doppelpack" Sionko und Roland Linz drehten ein packendes Spiel um.
WIEN. Nur anfangs schien es, als könnte Austria stolpern. Irrtum. Violett steckte das 0:1 weg,
um das letzte Wort zu haben. Mit dem 3:1 (1:1)-Sieg im 277. Derby gegen Rapid vor 18.400 Zuschauern
im Happel-Stadion blieb die Austria auf Titel-Kurs, liegt im Duell mit Salzburg wieder einen Punkt vorn.
Und es geht nur noch drei Runden. Ein Trio spielte entscheidend mit, dass Violett das 0:1 ins 3:1
verwandelte: Rapid-Keeper Payer mit Fehlgriff zum 1:1, Sionko mit einem Doppelpack, Linz mit seinem 13.
Saison-Tor zum 2:1.
Rechtzeitig zum Anpfiff hatte sich der Himmel verfinstert, nicht einmal Leuchtkugeln aus dem Rapid-Sektor
konnten ihn erhellen. Petrus ließ es wascheln, als stünd' Wien im Salzburger Schnürlregen.
Kurz davor gab's noch Ehrungen für zwei Alt-Austrianer. Präsident Langer verabschiedete
Thomas Flögel und Michael Wagner, die jahrelang für Violett gespielt hatten, sich mit Admira aber
jetzt auf Abstiegs-Kurs befinden. Sie ernteten Applaus von Frank Stronach, Teamchef Hickersberger,
seinem Vorgänger Krankl und Kroatiens Zlatko Kranjcar, der gekommen war, um Mario Bazina und Joey
Didulica "Ich hab' drei Nr.1-Torleute - aber ich mach's anders als Klinsmann") zu beobachten.
Bazina war nach seiner Grippe nur zweite Wahl, saß bis zur 66. Minute nur auf der Ersatzbank,
also dürfte die WM-Chance in weite Ferne gerückt sein.
Als es noch schüttete, war Austria gleich vom Regen in die Traufe gekommen. Schon nach 7 Minuten
hieß es 0:1. Bejbl hatte Akagündüz frei gespielt, der Ex-Austrianer ein Auge für
den nachrückenden Martinez, der trocken ins Eck schoss. Als kurz darauf Lawaree vor Didulica auftauchte,
da schienen den Belgier offenbar die Angst vor der Vergangenheit, sprich: Zusammenstoß, einzuholen.
Axel wirkte wie das Kaninchen vor der Schlange. Er zog nicht durch, sondern rollte zaghaft den Ball am Tor
vorbei.
Ein sportlicher Derby-Flop. Die Brutalo-Attacke von Didulica von einst hat heute ihr Nachspiel, wenn der
Prozess beginnt. Ein Shakehands als Geste der Versöhnung gab's auch gestern nicht einmal beim üblichen
Abklatschen vor dem Anpfiff. Das so nebenbei, obwohl's zum Spiel gehörte wie das Comeback der Austria,
die mental den Titelkandidaten hervorkehrte. Dank Mithilfe von Helge Payer. Der Team-Tormann ließ sich
von einem raffinierten Sionko-Schuss aus 20 m überraschen (1:1). Die Hand war ausgestreckt nach dem
Flatter-Ball, den er sich selbst ins Tor schlug, weil er die glitschige Kugel falsch berechnet hatte (20.).
Nicht auszudenken, hätte Austria das Spiel nicht umgedreht. Da wäre Referee Messner zur Zielscheibe
der Kritik geworden, hatte er doch Violett nach Foul Katzers an Sebo einen Elfer vorenthalten. Austrias
Reklamationen ("Schiebung, Schiebung") nach Dober-Attacke gegen Ceh schienen hingegen unberechtigt,
weil sie nicht Elfer-würdig war.
Die Spieler ließen sich nicht beirren, zogen konsequent ihr Rezept durch. Konsequenz waren Chancen.
Sebo (48., Stange) hatte angeklopft, Roland Linz drei Minuten später mit dem Kopfball-Tor nach Corner
das Spiel umgedreht - 2:1 (51.). Kaum bejubelt, schon ging sein "Paternoster"
weiter - er wurde herausgeholt, Rushfeldt für seine letzten Derby-Minuten vor der Heimkehr (zu Tromsö)
reingeschickt. Sionko machte mit dem Doppelpack zum 3:1 (89.) alles klar. Da skandierten die Fans: "Wir
werden Meister!" Rapid, längst keiner mehr, läuft Gefahr, selbst den UI-Cup zu verpassen.
Quelle: Die Presse
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Vorname: Roland
Nachname: Linz
Geburtsdatum: 09.08.1981
Geburtsort: Leoben/Österreich
Größe: 185 cm
Gewicht: 78 kg
Derzeitiger Verein: FK Austria Wien
Position: Sturm
Rückennummer: 9
Länder in denen Roland bereits aktiv war.
Österreich
Informationen über die österreichische Fußball-Bundesliga
Türkei
Informationen über die türkische Süper-Lig
Schweiz
Informationen über die schweizer Axpo Super-League
Portugal
Informationen über die portugisische Liga Sagres
Frankreichl
Informationen über die französische Ligue 1
Deutschland
Informationen über die deutsche Bundesliga
Die aktuellen Heimstadien seiner bisherigen Wirkungsstätten.
Franz-Horr-Stadion in Wien
FK Austria Wien
13‘400 Plätze
Foto © Jacktd
Kamil-Ocak-Stadion in Gaziantep
Gaziantepspor Kulübü
14‘325 Plätze
Foto © Gaziantepspor Kulübü
Stadion Letzigrund in Zürich
Grasshoppers Zürich
31‘500 Plätze
Foto © Albinfo
Estádio Municipal de Braga in Braga
Braga SC
30‘154 Plätze
Foto © Manuel Anastáci
Estádio Bessa Século XXI in Porto
Boavista FC
30‘000 Plätze
Foto © WolfenSilva
UPC-Arena in Graz
SK Sturm Graz
15‘312 Plätze
Foto © Jacktd
Stade du Ray in Nizza
OGC Nizza
17‘415 Plätze
Foto © Dalfino
Trenkwalder Arena in M. Enzersdorf
Admira
12‘000 Plätze
Foto © Steindy
Stadion Donawitz in Leoben
DSV Leoben
6‘000 Plätze
Foto © DSV Leoben
Allianz Arena - München
TSV 1860 München
69‘901 Plätze
Foto © Richard Bart
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