
Linz trifft im Doppelpack.
Der Teamstürmer trägt sich gegen Benfica zweimal in die Torschützenliste ein: "So etwas ist natürlich ein Traum für mich."Der österreichische Fußball-Teamspieler Roland Linz hat bei seinem neuen Klub Boavista Porto ein Heim-Debüt nach Maß gefeiert. Der Steirer traf am Samstag in der zweiten Meisterschafts-Runde beim 3:0-Sieg gegen Rekordmeister Benfica Lissabon im Doppelpack und erzielte damit seine ersten Pflichtspiel-Treffer für die Hafenstädter. "So etwas ist natürlich ein Traum für mich", freute sich der 25-Jährige, der seine Visitenkarte in der 36. und 75. Minute abgab und in der 78. Minute ausgetauscht wurde.
"Beim ersten Tor habe ich eine Flanke mit der Brust angenommen und aus 15, 16 Metern ins Kreuzeck getroffen. Das zweite Tor war ein Kopfball nach einer Flanke", erzählte Linz und sprach von einem "verdienten Sieg". Der Goalgetter wurde gegen Austrias Champions-League-Quali-Bezwinger als einziger echter Stürmer hinter zwei hängenden Spitzen aufgeboten. "Aber es kann sein, dass wir in Zukunft mit zwei Stürmern offensiver spielen."
Daumendrücken für die Austria
Dass er überhaupt in der Grundaufstellung aufschien, war keine Selbstverständlichkeit - immerhin bekam der neue Trainer Zeljko Petrovic seinen Angreifer bisher nur spärlich zu Gesicht. "Wegen des Teamcamps habe ich nur einmal bei seiner Präsentation kurz mit ihm gesprochen, zum ersten Mal unter ihm trainiert habe erst am Freitag. Daher freue ich mich, dass er mich trotzdem aufgestellt hat."
Trotz aller Freude denkt Linz auch an seine Ex-Kollegen bei der Austria, die am Samstag den historischen Rückfall ans Tabellenende verkraften mussten. "Es tut mir Leid für die Spieler. Ich drücke ihnen die Daumen, dass es bald wieder aufwärts geht." Der Kritik des langjährigen Austria-Spielers und nunmehrigen Sturm-Kickers Ernst Dospel, wonach in Wien-Favoriten Leute am Werk seien, die der Austria schaden, wollte der zweifache Torschütze gegen Costa Rica nicht kommentieren. "Ich bin nicht mehr beim Verein, also steht es mir nicht zu, darüber zu urteilen."
Ähnlich zurückhaltend äußerte sich Linz zur Attacke von Emanuel Pogatetz an Teamchef Josef Hickersberger. "Ich habe das nur am Rande mitverfolgt. Für mich war es eine Überraschung und nicht nachvollziehbar."
Quelle: Kurier

