
Legionär Linz nimmt die Ausfahrt Richtung Braga.
Wien - Ein österreichischer Nationalspieler plant seine Zukunft auch weiterhin auf der iberischen Halbinsel: Roland Linz.Letztes Jahr hinterließ der Stürmer bei Boavista Porto mit zehn Treffern in der portugiesischen Liga seine Visitenkarte. Nach Unzufriedenheit bei den Schwarz-Weißen kündigte der 26-Jährige an, nie wieder für Boavista auf Torejagd zu gehen.
Das Interesse von Sporting Braga kam genau zur richtigen Zeit und "Roli" schlug zu. Der Weltenbummler bleibt seiner Wahlheimat Portugal treu und wechselt zu den Nordlichtern von Sporting Braga.
"Da habe ich nicht lange überlegen müssen", bestätigt Roland Linz.
Transfer zum UEFA-Cup-Starter fixiert
Roland Linz hatte die Nase von seinem ehemaligen Arbeitgeber sichtlich voll. Im ersten Meisterschaftsspiel der neuen Saison fand sich der Leobener nicht im Kader Boavistas wieder.
Somit nützte der Teamstürmer die freie Zeit für einen Abstecher zu seinem früheren Arbeitgeber Austria, welcher im Pappelstadion zu Mattersburg gastierte.
Während ebenso ein Angebot des niederländischen Ehrendivisonärs Groningen vorlag, sicherten sich die Nord-Portugiesen von Sporting Braga die Dienste für die kommenden drei Jahre.
Das Stadion Bragas ist ein wahres Schmuckkästchen. Immerhin ist das Estadio Municipal zum Teil in eine Felswand gebaut.
"Das Stadion ist wirklich einmalig. So etwas gibt es nirgends auf der Welt", freut sich der Legionär auf seine neue Wirkungsstätte.
Braga mit besseren Aussichten als Boavista
Roland Linz darf sich somit insgeheim über einen Aufstieg freuen. Obwohl Braga nicht einen so klangvollen Namen wie Boavista aufweist, darf Linz für größere Aufgaben planen.
"Sportlich kann das für mich sicher ein weiterer Schritt sein. Natürlich muss man sich bei jedem Verein neu beweisen, aber da habe ich im Moment überhaupt keine Angst", freut sich Linz auf die neue Herausforderung.
Immerhin belegte Sporting Braga in der abgelaufenen Saison den vierten Tabellenplatz und musste sich nur den "Großen Drei" Portugals, FC Porto, Sporting Lissabon und Benfica Lissabon geschlagen geben.
Während der finanzmarode Klub Boavista sich gerade noch über Wasser halten konnte, durfte der Neo-Verein des Steirers die Fahrkarte für den UEFA-Cup lösen.
Boavista ging mit dem 10. Rang hingegen leer aus. "Wir können in der Meisterschaft vorne mitspielen - das kann Boavista heuer sicher nicht", stichelt Roland Linz gegen den Ex-Klub.
Traum-Angriff mit ehemaligem Nationalhelden
Neuer Trainer des 26-jährigen Angreifers ist der erst 35-jährige portugiesische Ex-Profi Jorge Costa. Roland Linz wird somit in die bereits laufende Saison einsteigen und sich erstmals für einen Stammplatz empfehlen.
Der Saisonauftakt lief für die Rot-Weißen allerdings nicht nach Plan. Gegen Meister FC Porto setzte es am ersten Spieltag eine empfindliche 1:2-Heimpleite.
Im Angriff trifft der Ex-Austrianer auf niemand anderen als Joao Pinto. Der mittlerweile in die Jahre gekommene 36-jährige Nationalheld hielt über Jahre hinweg die portugiesischen Farben hoch.
Österreich bleibt somit ein weiterer Legionär erhalten, der neben seinen Ambitionen auf einen Startplatz bei der EURO 2008TM sich in Portugal aufs Neue beweisen muss.
Quelle: Sport1

